Wie funktioniert es?
Hochwasserschutz für Gebäude lässt sich in drei Ebenen unterteilen. Die bauliche Ebene umfasst Maßnahmen wie eine druckwasserdichte Kellerkonstruktion (weiße oder schwarze Wanne), die Erhöhung von Lichtschächten und Kellerfenstern, den Einbau hochwassersicherer Türen und die Gestaltung des Geländes, sodass Wasser vom Gebäude weggeleitet wird.
Die technische Ebene beinhaltet Rückstausicherungen in der Kanalisation, Hebeanlagen für Abwasser unterhalb der Rückstauebene, Drainagesysteme mit Pumpensümpfen und automatische Pumpen. Hinzu kommen mobile Hochwasserschutzsysteme wie Dammbalkensysteme oder Sandsackersatz-Produkte, die bei Bedarf vor Türen und Fenstern eingesetzt werden.
Die organisatorische Ebene umfasst einen Hochwasser-Notfallplan, die Lagerung wertvoller Gegenstände oberhalb der Hochwassergrenze, das Vorhalten von Materialien zur Sofortabdichtung und die Installation von Frühwarnsystemen, die rechtzeitig alarmieren.
Besonders wichtig ist die Kombination aller drei Ebenen. Selbst die beste bauliche Abdichtung kann versagen, wenn die Entwässerungstechnik ausfällt. Und die beste Pumpe nützt nichts, wenn niemand bemerkt, dass sie nicht mehr arbeitet.
Wo anfangen? Die Hochwasserschutzfibel des Bundes empfiehlt, das Gebäude von Sachkundigen auf Eintrittswege prüfen zu lassen, zum Beispiel mit dem Hochwasserpass. Und nach einem Hochwasser gilt: Den Keller erst auspumpen, wenn draußen das Wasser tiefer steht als drinnen. Sonst drücken Wasserdruck und Auftrieb gegen die leeren Wände und die Bodenplatte.
Was hat das mit Drainbee zu tun?
Drainbee schließt eine entscheidende Lücke im Hochwasserschutz: die Überwachung der Entwässerungstechnik. Während bauliche Maßnahmen den passiven Schutz bieten, überwacht Drainbee aktiv, ob Deine Pumpen und Entwässerungssysteme einwandfrei funktionieren. Bei steigendem Wasserstand – sei es durch Hochwasser, Starkregen oder technische Defekte – wirst Du sofort alarmiert.
Zur Ehrlichkeit gehört eine Grenze: Drainbee misst nur im Schacht, braucht Strom und WLAN und hat keinen eingebauten Akku. Fällt bei Hochwasser der Strom aus, meldet die App den Ausfall, gemessen wird dann aber nicht mehr. Gegen Wasser, das über Lichtschächte oder Türen eindringt, hilft nur der bauliche Schutz.
Häufige Fragen
Welche Gebäude brauchen Hochwasserschutz?
Was kostet Hochwasserschutz für ein Einfamilienhaus?
Gibt es Fördermittel für Hochwasserschutz?
Was ist der Unterschied zwischen Hochwasser und Starkregen?
Quellen
- BMWSB: Hochwasserschutzfibel – Objektschutz und bauliche Vorsorge (2022) (öffnet in neuem Tab)
- GDV: Starkregenbilanz 2002 bis 2021: Bundesweit 12,6 Milliarden Euro Schäden (2023) (öffnet in neuem Tab)
- GDV: Starkregen nach Gewittern: 41 Prozent der Wohngebäude ohne Elementarschutz (2026) (öffnet in neuem Tab)
- Förderdatenbank des Bundes: Förderprogramme von Bund, Ländern und EU (öffnet in neuem Tab)