Wie funktioniert es?
Das Drainagesystem wird in der Regel beim Bau des Gebäudes um die Kellerwände herum verlegt. Perforierte Drainagerohre nehmen das im Erdreich anfallende Wasser auf und leiten es mit natürlichem Gefälle zu einem Sammelpunkt – dem Pumpensumpf. Von dort wird das Wasser durch eine Tauchpumpe abgepumpt.
Das System besteht aus mehreren Schichten: Ein Filtervlies verhindert das Einschlämmen von Erdpartikeln, eine Kiesschüttung sorgt für eine gute Wasserdurchlässigkeit, und die eigentlichen Drainagerohre mit Schlitzen oder Löchern nehmen das Wasser auf.
Drainagesysteme müssen regelmäßig gewartet werden. Verockerung (Eisenoxid-Ablagerungen), Wurzeleinwuchs oder Verschlammung können die Rohre verstopfen und die Entwässerungsleistung drastisch reduzieren. Eine professionelle Spülung alle paar Jahre ist empfehlenswert.
Wohin das Wasser darf, regelt die Entwässerungssatzung Deiner Kommune. An Schmutz- oder Mischwasserkanäle darf eine Drainage in der Regel nicht angeschlossen werden. Läuft sie in einen Regenwasserkanal, ist eine Rückstausicherung sinnvoll.
Was hat das mit Drainbee zu tun?
Ein Drainagesystem arbeitet im Verborgenen – und genau das macht es riskant. Wenn die Drainage verstopft oder die Pumpe am Ende des Systems ausfällt, steigt der Wasserstand im Pumpensumpf. Drainbee überwacht diesen Wasserstand rund um die Uhr und erkennt Probleme in der Drainage frühzeitig.
Ablesen lässt sich im Schacht vor allem der Zulauf. Kommt nach vergleichbarem Regen deutlich weniger Wasser an als früher, während die Kellerwände feucht werden, kann die Drainage zugesetzt sein. Läuft die Pumpe dagegen viel öfter, kommt mehr Wasser an, etwa weil das Grundwasser steigt. Beides siehst Du im Regen- und Zulaufverlauf der App.
Häufige Fragen
Wie oft muss eine Drainage gewartet werden?
Kann eine Drainage nachträglich verlegt werden?
Woran erkenne ich, dass meine Drainage nicht mehr funktioniert?
Quellen
- DIN Media: DIN 4095-1:2026-06 – Baugrund – Einwirkungen auf erdberührte Bauteile durch Wasser im Baugrund und Dränung zum Schutz der Bauteile – Teil 1 (öffnet in neuem Tab)
- DIN Media: DIN 18533-1:2026-06 – Abdichtung von erdberührten Bauteilen – Teil 1 (öffnet in neuem Tab)
- Stadt Regen: Merkblatt über die richtige Rückstausicherung (öffnet in neuem Tab)